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Acht von zehn Menschen in Deutschland haben einen begrenzten Vertrauensradius

Im Durchschnitt: Anteil der Befragten in Deutschland, die angeben, generell zögerlich oder nicht bereit zu sein, Personen zu vertrauen, die in Werten, Faktenquellen, Problemlösungsansätzen oder kulturellem Hintergrund abweichen.

Abschottung belastet den gesellschaftlichen
 Zusammenhalt

Eine Mehrheit in Deutschland hält zunehmendes Misstrauen über Unterschiede hinweg für problematisch. Besonders kritisch wird es, wenn daraus aktives Gegeneinander wird.

In Deutschland besteht ein klarer Auftrag für alle Institutionen, Vertrauen zu vermitteln

Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland erwartet, dass Institutionen gesellschaftliche Gräben überbrücken. Zwischen Anspruch und Leistung klafft jedoch eine deutliche Lücke – mit Ausnahme der Arbeitgeber.

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ZU DEN ERGEBNISSEN

 

Vertrauen vermitteln in Zeiten von Abschottung

 

 

1. Die verbreitete Abschottung bremst Fortschritt

Auch in Deutschland begünstigen wirtschaftliche Unsicherheit, wachsende Ängste und sinkender Zukunftsoptimismus einen Rückzug von Vertrauen ins Eigene. 8 von 10 Menschen sind zögerlich, anderen zu vertrauen, die sich in Werten, Faktenquellen oder Lebensrealitäten unterscheiden. Vertrauen wird dadurch enger gefasst und stärker an Nähe und Übereinstimmung gebunden.

 

2. Unternehmen sind gefordert, gegen den Rückzug anzugehen

Werden Unterschiede nicht adressiert, können sie Produktivität am Arbeitsplatz bremsen, Führung schwächen und Widerstände gegen Innovation verstärken. Gerade bei internationalem Vertrauen zählen langfristige lokale Beziehungen (z. B. Jobs vor Ort und langfristige Community-Investitionen).

 

3. Vertrauensvermittlung erfordert Strategie und spezifische Kompetenzen

Vertrauensvermittlung kann von Institutionen und Einzelpersonen geleistet werden. Als Strategie setzt sie darauf, Menschen dort abzuholen, wo sie stehen, statt sie verändern zu wollen. Zuhören ohne Vorurteile und das Übersetzen unterschiedlicher Realitäten zählen zu den zentralen Kompetenzen von Trust Brokern – wirksam umgesetzt können sie Gräben überbrücken.

 

4. Arbeitgeber sind besonders gut geeignet, Vertrauen zu vermitteln

Wenn es um das Vermitteln von Vertrauen geht ist ist die Differenz zwischen Erwartung und Leistung bei Arbeitgebern geringer als bei anderen Institutionen. In Deutschland sind 69% der Meinung, Arbeitgeber seien dazu verpflichtet – 55% sagen, sie machen das gut. Gleichzeitig genießen Arbeitgeber hohes Vertrauen: 74% vertrauen dem eigenen Arbeitgeber – als einziger Institution im Vertrauensbereich.

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Top Findings

01

Zukunftsoptimismus bricht ein

Nur 8% der Deutschen glauben, dass es der nächsten Generation besser gehen wird.

02

Vertrauen wird nationaler

Inländische Unternehmen genießen +29 Punkte mehr Vertrauen als internationale.

03

Abschottung trifft den Arbeitsplatz

Wenn Beschäftigte für eine Führungskraft mit stark abweichenden Werten arbeiten müssten, würden 45% lieber die Abteilung wechseln; 32% würden ihr Engagement reduzieren.

 

Methodik: Das Edelman Trust Barometer 2026 ist die 26. jährliche Vertrauensstudie von Edelman. Die Erhebung wurde vom Edelman Trust Institute durchgeführt und umfasst 30-minütige Online-Interviews aus dem Zeitraum vom 25. Oktober bis 16. November 2025. Mehr erfahren >

33,938
Respondents

28
Countries 

±1,200
Befragte pro Land

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Unternehmen tragen Verantwortung bei der Bewältigung der Krise der Abschottung

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