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Das Edelman Trust Barometer 2026 zeigt eine Welt, in der Vertrauen über Unterschiede hinweg abnimmt und sich stärker auf den eigenen Kreis konzentriert. Angesichts zunehmender wirtschaftlicher Unsicherheit, geopolitischer Spannungen und technologischer Umbrüche richtet sich das Vertrauen der Menschen auf kleine vertraute Kreise, die ihre eigenen Ansichten widerspiegeln. So wird Vertrauen lokaler („Trust goes local“). Dies setzt das Vertrauen in Institutionen unter Druck und kann wirtschaftlichen wie gesellschaftlichen Fortschritt bremsen.
Der Bericht 2026 zeigt einen Weg auf, wie Vertrauen wiederhergestellt und Verbindung sowie Zusammenarbeit in der gesamten Gesellschaft neu aufgebaut werden können.
Im Durchschnitt: Anteil der Befragten in Deutschland, die angeben, generell zögerlich oder nicht bereit zu sein, Personen zu vertrauen, die in Werten, Faktenquellen, Problemlösungsansätzen oder kulturellem Hintergrund abweichen.
Eine Mehrheit in Deutschland hält zunehmendes Misstrauen über Unterschiede hinweg für problematisch. Besonders kritisch wird es, wenn daraus aktives Gegeneinander wird.
Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland erwartet, dass Institutionen gesellschaftliche Gräben überbrücken. Zwischen Anspruch und Leistung klafft jedoch eine deutliche Lücke – mit Ausnahme der Arbeitgeber.
Ein umfassender Überblick über die diesjährigen Ergebnisse – und ihre Bedeutung für Unternehmen, Führungskräfte und die Gesellschaft.

1. Die verbreitete Abschottung bremst FortschrittAuch in Deutschland begünstigen wirtschaftliche Unsicherheit, wachsende Ängste und sinkender Zukunftsoptimismus einen Rückzug von Vertrauen ins Eigene. 8 von 10 Menschen sind zögerlich, anderen zu vertrauen, die sich in Werten, Faktenquellen oder Lebensrealitäten unterscheiden. Vertrauen wird dadurch enger gefasst und stärker an Nähe und Übereinstimmung gebunden. |
2. Unternehmen sind gefordert, gegen den Rückzug anzugehenWerden Unterschiede nicht adressiert, können sie Produktivität am Arbeitsplatz bremsen, Führung schwächen und Widerstände gegen Innovation verstärken. Gerade bei internationalem Vertrauen zählen langfristige lokale Beziehungen (z. B. Jobs vor Ort und langfristige Community-Investitionen). |
3. Vertrauensvermittlung erfordert Strategie und spezifische KompetenzenVertrauensvermittlung kann von Institutionen und Einzelpersonen geleistet werden. Als Strategie setzt sie darauf, Menschen dort abzuholen, wo sie stehen, statt sie verändern zu wollen. Zuhören ohne Vorurteile und das Übersetzen unterschiedlicher Realitäten zählen zu den zentralen Kompetenzen von Trust Brokern – wirksam umgesetzt können sie Gräben überbrücken. |
4. Arbeitgeber sind besonders gut geeignet, Vertrauen zu vermittelnWenn es um das Vermitteln von Vertrauen geht ist ist die Differenz zwischen Erwartung und Leistung bei Arbeitgebern geringer als bei anderen Institutionen. In Deutschland sind 69% der Meinung, Arbeitgeber seien dazu verpflichtet – 55% sagen, sie machen das gut. Gleichzeitig genießen Arbeitgeber hohes Vertrauen: 74% vertrauen dem eigenen Arbeitgeber – als einziger Institution im Vertrauensbereich. |
Zu den Ergebnissen
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Nur 8% der Deutschen glauben, dass es der nächsten Generation besser gehen wird.
Inländische Unternehmen genießen +29 Punkte mehr Vertrauen als internationale.
Wenn Beschäftigte für eine Führungskraft mit stark abweichenden Werten arbeiten müssten, würden 45% lieber die Abteilung wechseln; 32% würden ihr Engagement reduzieren.
Methodik: Das Edelman Trust Barometer 2026 ist die 26. jährliche Vertrauensstudie von Edelman. Die Erhebung wurde vom Edelman Trust Institute durchgeführt und umfasst 30-minütige Online-Interviews aus dem Zeitraum vom 25. Oktober bis 16. November 2025. Mehr erfahren >
33,938 | 28 | ±1,200 |
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Erfahren Sie, wie wir Ihrem Unternehmen helfen können, Gräben zu überbrücken.