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Das Gesundheitswesen sieht sich mit Spaltung, Verunsicherung und konkurrierenden Einflussfaktoren konfrontiert.

Der fünfte jährliche Edelman Trust Barometer Sonderbericht „Trust and Health“ zeigt eine fragmentierte Gesundheitslandschaft, die von Spaltung, schwindendem Vertrauen und weit verbreiteter Verunsicherung geprägt ist. In vielen Märkten weltweit glaubt die Mehrheit der Menschen mindestens einer umstrittenen Gesundheitsbehauptung – ein deutliches Zeichen dafür, dass Unsicherheit rund um Gesundheitsinformationen längst zum Mainstream geworden ist. 

  • Weltweit sind die Menschen deutlich weniger sicher darin, Gesundheitsentscheidungen zu treffen.
  • Gesundheitsdienstleister konkurrieren zunehmend mit dem eigenen Umfeld, Content Creators und Künstlicher Intelligenz um Aufmerksamkeit und Einfluss.
  • Eine bessere Ansprache beginnt damit, die Sorgen der Menschen zu verstehen und sie auf dem Weg zu positiven Gesundheitsentscheidungen zu begleiten.

In diesem Umfeld erfordert der Aufbau von Vertrauen vor allem Klarheit, Empathie und eine Kommunikation, die die Menschen dort erreicht, wo sie stehen.

 

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Die Nutzung von KI durch Verbraucher:innen greift zunehmend in den Bereich medizinischer Expertise ein.

Künstliche Intelligenz verändert die Wahrnehmung medizinischer Expertise: 64 % der Verbraucher:innen glauben, dass Menschen mit hoher KI-Kompetenz Ärzt:innen bei mindestens einer Gesundheitsaufgabe erreichen oder sogar übertreffen können. Besonders ausgeprägt ist diese Ansicht bei jüngeren Generationen – und sie wirft Fragen nach Vertrauen, Genauigkeit und der sich wandelnden Rolle medizinischer Fachkräfte auf.

Das Vertrauen in die eigene Fähigkeit, Gesundheitsentscheidungen zu treffen, sinkt drastisch

Das Vertrauen in die eigene Fähigkeit, Gesundheitsentscheidungen zu treffen, nimmt weltweit ab – mit einem Rückgang um 10 Prozentpunkte im Jahresvergleich (2025 vs. 2026). Dieser deutliche Einbruch zeigt die zunehmende Verunsicherung im Umgang mit Gesundheitsinformationen.

Die Mehrheit der Menschen vertritt mindestens eine kontroverse Gesundheitsauffassung

Gesundheitsbezogene Fehlinformationen sind weit verbreitet: 70 % der Menschen glauben mindestens einer von sechs kontroversen Gesundheitsbehauptungen über Lebensmittel, Impfstoffe oder Medikamente. Das verdeutlicht die zunehmende Verunsicherung – und den Bedarf an klarer, glaubwürdiger und vertrauenswürdiger Orientierung.

Entdecken Sie die Trust-Erkenntnisse, die das Jahr 2026 prägen

Ein umfassender Blick auf die diesjährigen Ergebnisse – und darauf, was sie für Unternehmen, Führungskräfte und die Gesellschaft bedeuten.

Was Gesundheitsdienstleister wissen müssen

1. Kontroverse Gesundheitsauffassungen sind weit verbreitet

Tatsächlich gibt es zahlreiche Unterschiede darin, wie Menschen über Gesundheit denken – sowohl in Industrie- als auch in Entwicklungsländern sowie über verschiedene Bildungsniveaus hinweg. Statt auf einheitliche Überzeugungen zu drängen, ist es wirkungsvoller, in gesundheitliche Ergebnisse und konkrete Wirkung zu investieren.

2. Öffentliche Gesundheit erfordert den Aufbau von Vertrauen

In allen untersuchten Ländern zögert die Mehrheit der Menschen, anderen mit unterschiedlichen Gesundheitsüberzeugungen zu vertrauen. Um darauf zu reagieren, müssen Kommunikator:innen und Fachkräfte gemeinsame Ziele stärker in den Mittelpunkt stellen. Dialogformate und die Einbindung von Communities unterstützen diesen Prozess.

3. Einfluss in einer fragmentierten Landschaft gezielt gestalten

Menschen sind offen für neue Empfehlungen zu Gesundheitsthemen, wenn diese von vertrauenswürdigen Stimmen kommen. Entscheidend ist, die Kommunikationsfrequenz zu erhöhen und die vielfältigen Kontaktpunkte zu bedienen, über die Verbraucher:innen und Patient:innen ihre Informationen beziehen.

4. Gesundheitsdienstleister müssen mehr als nur Expert:innen sein – sie müssen Orientierung geben

Angesichts der Fülle an verfügbaren Informationen und der Vielzahl an Expert:innen bedeutet gute Versorgung heute vor allem, Verständnis zu schaffen. In einem fragmentierten System gewinnen Gesundheitsdienstleister Einfluss durch Partnerschaft, Bescheidenheit und indem sie Patient:innen dabei unterstützen, Entscheidungen sicher zu treffen.

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Zentrale Erkenntnisse

01

Kontroverse Gesundheitsauffassungen sind weit verbreitet – nicht nur ein Randphänomen.

70 % der Menschen weltweit glauben mindestens einer von sechs kontroversen Gesundheitsbehauptungen über Lebensmittel, Impfstoffe oder Medikamente. Dazu gehören 32 %, die Fluorid im Wasser für gesundheitsschädlich oder nutzlos halten, sowie 25 %, die glauben, dass Impfstoffe zur Bevölkerungskontrolle eingesetzt werden.

02

Der Glaube an kontroverse Gesundheitsbehauptungen ist weit verbreitet und überschreitet Alters-, politische und Bildungsgrenzen hinweg.

Der Bildungsgrad hat keinen nennenswerten Einfluss auf den Glauben an kontroverse Gesundheitsbehauptungen: 69 % der Menschen mit Hochschulabschluss halten mindestens eine dieser Behauptungen für wahr – nahezu identisch mit den 70 % der Menschen ohne Hochschulabschluss. Diese Überzeugungen ziehen sich zudem durch verschiedene demografische Gruppen, darunter sowohl politisch rechts orientierte Menschen (78 %) als auch links orientierte Menschen (64 %).

03

Menschen mit vielen kontroversen Gesundheitsüberzeugungen vertrauen bei Gesundheitsthemen mehr unterschiedlichen Stimmen als Menschen ohne solche Überzeugungen.

Menschen, die keine kontroversen Gesundheitsbehauptungen glauben, vertrauen bei Gesundheitsthemen ausschließlich ihrem Arzt bzw. ihrer Ärztin sowie medizinischen Expert:innen. Menschen hingegen, die viele kontroverse Gesundheitsbehauptungen für wahr halten, vertrauen neben Ärzt:innen und medizinischen Fachleuten auch Freund:innen und Familie sowie – unter Beschäftigten – ihrem CEO.

 

Methodik: Der Edelman Trust Barometer Special Report 2026 „Trust and Health“ ist die fünfte jährliche Trust-and-Health-Studie des Unternehmens. Die Untersuchung wurde vom Edelman Trust Institute durchgeführt und basiert auf 25-minütigen Online-Interviews, die zwischen dem 28. Februar und dem 11. März 2026 durchgeführt wurden. Mehr erfahren >

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